Eichhörnchen und Kaninchen in Wiesbaden

 

Fiese Fallen bei der Hörnchenaufzucht

Ein Hörnchenbaby aufzuziehen, ist zunächst einmal gefährlich - für das Hörnchen.

Gerade wenn man erst anfängt und sich noch nicht so auskennt, werden viele Fehler gemacht, die ein Hörnchen nicht selten mit dem Leben bezahlt.

Die gefährlichsten Fehler möchte ich hier einmal auflisten.

 

1. Auskühlen

Wer ein Hörnchen findet, der muß es wärmen, ganz besonders wenn es noch kein Fell hat - oder wenig - kühlt es auch im Hochsommer aus. Es reicht dabei nicht, das Hörnchen auf eine Wärmflasche zu legen, es muß zugedeckt werden. Sonst brutzelt es von unten und friert von oben.

Ganz besonders ist drauf zu achten, daß das Nest in einem Karton oder ähnlichem Behälter ist, der nicht größer ist als das Nest bzw. der AUF der Wärmequelle steht. Benutzt man ein Wärmekissen in einem zu großen Behälter, kann es passieren, dass das Baby aus dem Nest kriecht, in eine kalte Ecke fällt und dort langsam aber sicher auskühlt. Hier kann es dann noch Stunden später versterben, obwohl man es längst wieder aufgewärmt hat. Das Wärmen eines kalten Hörnchens muß auch langsam und behutsam erfolgen. Kalte Hörnchen dürfen nicht gefüttert werden!

 

2. Verschlucken beim Füttern

Beim Füttern ist darauf zu achten, dass das Baby schluckt - und schlucken kann. Den Spritzenkolben drückt man daher nicht mit dem Daumen, sondern mit dem Daumenballen herunter und zwar in extrem geringer Geschwindigkeit! Es kommt mehr oben raus als man denkt. Auf keinen Fall darf Flüssigkeit in die Lunge geraten, darum ist auch von anderen Fütterungsmethoden abzuraten (beispielsweise das Hörnchen mit der Schnauze in eine Wasserlache zu legen - alles schon gehabt!). Auch in die Nase sollte nichts kommen, obwohl hier eventuelle Flüssigkeiten noch durch Niesen entfernt werden.

 

3. Blähungen nicht erkannt

Blähungen kommen gerade am Anfang häufig vor und können tödlich enden. Der Milch gibt man daher prophylaktisch Sab Simplex hinzu (ich nehme 10 Tropfen auf 2 TL Milchpulver) und vergißt auch die Massage des Bauches nicht! Außerdem sollte man nicht zuviel füttern (Regel: Gewicht des Horns mal 5 geteilt durch 100- also bei einem 50g-Baby 2,5 mL alle 2 Stunden).

 

4. Urin vergessen

Klassischer Fehler: kleine Hörnchen können ihre Blase nicht selbst entleeren und sterben an Harnvergiftung, wenn dies nicht vom Menschen erledigt wird (bzw. von der Hörnchenmama). Hierzu nimmt man sich ein Blatt Klopapier, faltet es zu einem Streifen und tippt damit das Geschlechtsteil an (am besten von oben-vorn). Hat man die Mutterzunge anständig simuliert, kommen einzelne Urintropfen heraus, die im idealen Fall farblos sind.

 

5. falsche Milch genommen

Zur Aufzucht eignet sich NICHT die Katzenmilch aus dem Supermarkt. Hörnchenaufzuchtmilch (bzw. Katzenaufzuchtsmilch) gibt es nur in Pulverform zum Selbstanrühren. Diese bekommt man beim Tierarzt oder im gutsortierten Zoofachhandel, aber niemals im Supermarkt! Experimente mit Kuhmilch und eigenen Mischungen bezahlt das Horn meist mit dem Leben.

 

Shazadi | webmaster@wanumbai.de